24.07.2016 Schweißtreibende Expedition in den Nordvogesen

Kurz nach 11 Uhr setzten sich die Expeditionsteilnehmer mit ihrem Wanderführer Martin in Bewegung. Auf dem Plan stand die Erforschung von vier Burgruinen, die zum größten Teil von der dschungelartigen Vegetation der Nordvogesen überwuchert waren. Bei gefühlten 180% Luftfeuchtigkeit und 25°C war der erste Anstieg schon schweißtreibend genug, es sollten aber noch weitere folgen. Angestachelt durch einen übermütigen Teilnehmer, der vom Wanderführer immer wieder “Anstiege” forderte, ging es im Wechsel durch idyllische Täler und auf Anhöhen mit schönen Ausblicken. Nach dem Besuch einer Waldkapelle war es Zeit für die Mittagspause. Flugs ein paar Baumstämme herbei geschleppt und schon konnten die Rucksäcke vor der traumhaften Kulisse eines Waldweihers um ein paar (gefühlte) Kilo erleichtert werden. Danach ging es im lockeren Galopp zur nächsten Burgruine. Hier war vom Wanderführer ein kleines, aber feines Wadentraining in die Strecke eingebaut worden, was aber alle ohne zu zögern absolvierten. Oben angekommen umkreiste der Trupp die Ruinen einer Burg und versuchte, diese einzunehmen. Leider erfolglos und so wurde kurzerhand einfach die nächste Ruine ins Visier genommen. Um die erstaunlich gute Moral der Truppe noch etwas mehr anzuheben inszinierte der Wanderführer ein kleines Hörspiel mit mittelalterlichen Redewendungen. Mental wieder auf der Höhe sollten auch die Körper diesem Beispiel folgen. Und irgendwie wurde auch noch die letzte Burgruine von allen bestiegen. Wunderschöne Ausblicke in die Umgebung und interessante Einblicke in das Leben der ehemaligen Besitzer waren der Lohn dieser Mühe. Da mehrere Teilnehmer beim Aufstieg heiß gelaufen waren hatte der Wettergott ein Einsehen und kühlte mit einer erfrischende Dusche alle wieder auf Normaltemperatur. Entspannt und ohne “nennenswerte” Anstiege trabte der muntere Trupp dann bei phantastischem Wetter zurück zum Ausgangspunkt der Expedition. Dort war auf der Seeterasse für alle gedeckt und so konnte das mittlerweile “dreckige Dutzend” nicht nur die heimischen Flammkuchen sondern auch den Sonnenuntergang über dem Weiher genießen. Anstrengend, wunderschön und interessant – das war das Resumee der Teilnehmer. Und ich war einfach nur glücklich, dass ich euch die Schätze der Nordvogesen zeigen durfte. A bientot – Euer Wanderführer (äh Expeditionsleiter) Martin