„Glorreiche Sieben“ trotzen Corona und Kälte

Am zweiten April-Wochenende war es nach mehr als fünf Monaten „Corona-Pause“ endlich soweit – wieder zusammen mit Kunden unterwegs sein, schöne Stunden an der frischen Luft verbringen, ein bisschen den Alltag vergessen und neue Energie in der Natur tanken. Ein Hygiene-Konzept war erstellt und die Genehmigung bei den Behörden eingeholt. Leider hatte sich die Wetter-Unke so negativ geäußert, dass der Wanderführer nur mit sieben Wanderienen und Wanderatten unterwegs war. Natürlich hatten alle neben den üblichen Masken auch die Bescheinigung eines negativen Corona-Tests im Rucksack. Ein paar Minuten vor dem geplanten Start in Hemmersdorf ging es (in gebührendem Abstand) dann auch schon los. Der EWS-Wettergott war offensichtlich in Quarantäne denn vom Start weg tröpfelte es bei „molligen“ 8°C aus dem inkontinenten Himmel.  Nach einer Stunde sollte der Regen aber aufhören (quakten zumindest die digitalen Wetterfrösche) – daraus wurde aber nichts. Doch die Freude, wieder einmal zusammen unterwegs zu sein, lies die Gruppe den Regen schnell vergessen. Durch nasse Wiesen und über rutschige Pfade ging es ins Keltendorf. Bei der Kälte waren die Kelten-Männer wohl unterwegs um sich irgendwo aufzuwärmen. Jedenfalls war das aus zwei Häusern bestehende „Dorf“ nur von Frauen besetzt, die sich durch die Einnahme alkoholhaltiger Getränke einen schönen Nachmittag machten. Endlich verließ die angeheiterte Truppe den Pausenplatz (offenbar auf der Suche nach ihren Männern) und so konnte die EWS-Gruppe nicht nur die beiden Häuser, sondern auch ein offenes Grab in aller Ruhe besichtigen. Als die Strecke durch Streuobstwiesen und entlang einer Mardelle führte wurde der Niederschlag zwar nicht weniger aber in der Gruppe war von Niedergeschlagenheit nichts zu spüren. Im Gegenteil – gut gelaunt und bestens gegen Einnässen geschützt kamen die Wanderer am feuchten Ufer der Nied an. Nach einer kleinen Pause ging es die nächsten Kilometer über lehmige Böden aufwärts. Oben angekommen waren alle (dank anhänglichem Bodenbelag) etwas größer und konnten die traumhaft schönen Blicke in die Weite der Landschaft (von ihrem erhöhten Standpunkt aus) genießen. Über „angenehm weiche“ Feld- und Waldwege ging es jetzt zurück ins Tal der Nied. Kurz bevor die Gruppe wieder den Ausgangspunkt der Wanderung erreichte, zeigte der Wanderführer eindrucksvoll, wie man (Reh ähnlich) über einen Wassergraben springt, elegant im Gras ausrutscht, formvollendet eine Landerolle (mit Rucksack!) hinlegt und sich dann selbst auf die nasse Wiese (hin)legt. Dank seiner hervorragenden Konstitution (oder war es die Corona-Wampe?) konnte er sich aber wieder (an Körper und Geist unverletzt) schnell aufrappeln und den mittlerweile doch feuchten Trupp zum Ziel führen. Da die lokale Gaststätte (Corona bedingt) geschlossen hatte blieb nichts, als sich nach rund 17 gemeinsamen Kilometern zu verabschieden und voller Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen den Heimweg anzutreten.

Ich bedanke mich bei meinen „Glorreichen Sieben“ (das „Original“ aus dem Jahr 1960 lief witzigerweise (und bei wesentlich besserem Wetter) abends im Fernseher) und freue mich, wenn wir wieder zusammen unterwegs sein können.

Denkt positiv und bleibt negativ.

Euer WaFü Martin

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